Mehr als nur ein Eiswagen.
Eishörnchen ist noch jung. Meine Geschichte mit Gastronomie, Eis und ungewöhnlichen Geschmackskombinationen ist allerdings schon etwas älter.
Angefangen hat alles in England. Dort habe ich meine Ausbildung in Küche, Service und Hotellerie gemacht und anschließend die unterschiedlichsten Seiten der Gastronomie kennengelernt – vom einfachen Hotelbetrieb über Bars bis hin zur gehobenen Hotellerie und Gastronomie.
Und genau dort habe ich etwas gelernt, das mich bis heute begleitet:
Was passiert eigentlich, wenn man einfach mal etwas ausprobiert?
Während meiner Zeit in England habe ich unter anderem in einem Sterne-Restaurant gearbeitet. Dort ging es beim Essen nicht nur darum, bekannte Gerichte möglichst perfekt zuzubereiten.
Es ging auch darum, mit Geschmack zu spielen.
Plötzlich wurde aus Ziegenkäse eine Eiscreme. Aus Zitrone, Chili und Tequila entstand ein Sorbet.
Kombinationen, bei denen man vielleicht im ersten Moment denkt:
„Das soll schmecken?“
Und genau das fand ich spannend.
Denn manchmal probiert man etwas, das auf dem Papier vollkommen verrückt klingt – und stellt anschließend fest, dass die einzelnen Aromen überraschend gut miteinander funktionieren.
Diese Experimentierfreude ist bei mir hängen geblieben.
Von England über Spanien und Wien …
Nach meiner Zeit in England ging meine gastronomische Reise weiter.
In Spanien habe ich mich privat weitergebildet, neue Eindrücke gesammelt und natürlich auch eine völlig andere Ess- und Genusskultur kennengelernt.
Später führte mich mein Weg nach Wien, wo ich schließlich bis 2009 meine eigene Bar geführt habe.
Essen, Getränke und neue Kombinationen waren also viele Jahre ein ziemlich großer Teil meines Lebens.
Und dann kam 2010 noch etwas dazu:
Eis.
Ein Jahr lang habe ich in einer Eisdiele gearbeitet.
Damals hätte ich vermutlich nicht gedacht, dass sich viele Jahre später all diese unterschiedlichen Erfahrungen noch einmal an einem einzigen Ort treffen würden.
Heute heißt dieser Ort:
Eishörnchen.
Heute experimentiere ich wieder – nur eben mit Eis.
Bei Eishörnchen möchte ich natürlich die Sorten anbieten, die Menschen lieben.
Vanille darf Vanille sein. Schokolade darf Schokolade sein. Und eine richtig gute Erdbeere braucht nicht plötzlich fünf weitere Zutaten, nur damit sie außergewöhnlich klingt.
Aber daneben darf es eben auch anders werden.
Süß und salzig. Frucht und Kräuter. Bekanntes und Unerwartetes.
Mich reizt die Frage:
Was könnte zusammenpassen, obwohl man zunächst vielleicht gar nicht darauf kommen würde?
Nicht jede Idee wird gut.
Manches funktioniert beim ersten Versuch. Manches braucht mehrere Anläufe. Und bei mancher Kombination stellt man irgendwann fest: Okay … das lassen wir lieber.
Aber genau das gehört für mich dazu.
Denn vielleicht entsteht bei einem dieser Versuche irgendwann genau die eine Eissorte, die jemand schon seit Jahren gesucht hat.
Über Geschmack lässt sich wunderbar streiten.
Dabei gibt es einen Punkt, der mir besonders wichtig ist:
Geschmack ist persönlich.
Nur weil mir ein Eis nicht schmeckt, ist es deshalb noch lange kein schlechtes Eis.
Das gilt für das Eis unserer Mitbewerber genauso wie für unseres.
Vielleicht liebt jemand eine Sorte, mit der ich persönlich überhaupt nichts anfangen kann. Und vielleicht probiert jemand unser Eis und sagt anschließend ganz offen:
„Nee, ist nicht meins.“
Völlig in Ordnung.
Wir wollen niemandem vorschreiben, was gutes Eis zu sein hat.
Was wir allerdings beeinflussen können, ist die Qualität dessen, was wir anbieten.
Deshalb setzen wir auf hochwertiges, handwerklich hergestelltes Premium-Eis und arbeiten dafür mit einer lokalen Eismanufaktur zusammen.
Dazu kommen unsere eigenen Ideen, Experimente und immer wieder neue Sorten.
Unser Ziel ist also nicht:
Jeder muss alles mögen.
Sondern vielmehr:
Jeder soll die Chance haben, bei uns etwas zu entdecken, das er richtig gerne mag.
Und was ist aus der Bar geworden?
Ganz verschwunden ist sie offenbar nie.
Meine Vergangenheit hinter der Bar findet sich heute ebenfalls bei Eishörnchen wieder.
Für Veranstaltungen können wir unseren Eiswagen auf Wunsch mit alkoholfreien Cocktails kombinieren.
Damit schließt sich für mich tatsächlich ein kleiner Kreis:
Küche. Gastronomie. Hotellerie. Bar. Eis.
Dinge, die mich über viele Jahre begleitet haben, kommen heute bei Eishörnchen wieder zusammen.
Und heute kommt das Ganze zu euch.
Mit unserem roten Eiswagen sind wir in Krefeld, St. Tönis, Kempen und Umgebung unterwegs.
Außerdem könnt ihr Eishörnchen für Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstage, Schulen, Kindergärten und andere Veranstaltungen buchen.
Und vielleicht steht irgendwann jemand vor unserem Eiswagen, probiert eine unserer ungewöhnlicheren Kreationen und fragt:
„Wer kommt denn bitte auf die Idee, DAS miteinander zu kombinieren?“
Dann haben wir vermutlich einiges richtig gemacht.
